CaptainCool hat geschrieben: Aktuell sieht es so aus, dass am Fuß des Mastes drei 2,5mm² grün-gelbe Kabel bis zu einer Sammelschiene (sind weitere Erdungskabel von Gas und Wasserleitung dran) gehen, von dieser Schiene geht ein Kabel (gemeinsam mit Gas und Wasserleitung in den Keller) zu der Erdungsschiene unter dem Sicherungskasten.
Bitte ein Bild vom Mastfuß und der HES/PAS ohne Abdeckung einstellen, denn deren Klemmen sind meist nicht blitzstromtragfähig zertifizierte ungewollte Sollbruchstellen.
Blitzstrombelastete Erdungsleiter müssen aus min. 16 mm² Cu, 25 mm² Alu oder 50 mm² Blitzableiterdraht bestehen. Der Mindestdurchmesser verseilter Leiter beträgt 1,7 mm, mehrdrähtige 16 mm² Cu, die abweichend vom Blitzschutzbau im Antennenbau temporär untersagt waren, haben 7 x 1,7 mm Einzeladern. 3 x 2,5 mm² Kupferdraht unterschreitet selbst den früher geforderten Mindestquerschnitt für Erdungsleiter mit 10 mm² Cu, der - vorbehaltlich dafür konzipierter Verbinder - per se auch einen seltenen LEMP mit 150 kA schadlos überstehen würde.
CaptainCool hat geschrieben: 1. Wäre es möglich ein 16mm² über den Dachboden, außen der Hauswand bis in den Keller zu legen? siehe Skizze / können 15-20 Meter werden
2. Brennbarkeit? Es ist alles aus Holz

Das Kabel in einen entsprechenden Kanal legen?
Möglich ist es immer, man muss es wollen. Erdungsleiter von Antennen sind wie Ableitungen von Blitzschutzanlagen primär senkrecht und horizontale Verschleifungen möglichst auf oder unter Erdniveau vorzunehmen.
Holz ist nicht leicht entflammbar und 16 mm² Kupferdraht wird von einem seltenen LEMP mit 100 kA nur um 56K (bei 200 kA um 309K) erwärmt, weshalb die Verlegung direkt auf Sparren zulässig und üblich ist. Mit auf dem Dach und der Fassade aufgeständerten 50 mm² Blitzableiterdraht werden gefährliche Näherungen minimimert, die Erwärmung beträgt bei Alu-Knetlegierung nur noch 12K (200 kA: 52K) und ein Draht mit 8 mm Durchmesser macht auch optisch einen besseren Eindruck als ein Kabelkanal.
CaptainCool hat geschrieben: Den Spiegel an die Hauswand montieren funktioniert leider nicht, da dort kein aussprechender Empfang ist.
In nach Blitzkugel- oder Schutzwinkelverfahren in Blitzschutzzone LPZ 0
B getrennter Fangeinrichtungen befindliche Antennen und Kabel sind nachweislich optimal gegen Direkteinschläge geschützt. Dass die nicht erdungspflichtigen Fassadenbereiche einen vergleichbaren Schutz ohne niederimpedante Blitzstromableitung gegen Erde bieten können, hat bislang noch kein Hochspannungslabor bewiesen. Auf Reetdächern sind Antennen strikt untersagt, aber es gibt aber nicht einmal dafür oder für Holzbauten normativ irgendwelche Einschränkungen bei der Erdungsbefreiung von früher "Fensterantennen" genannten Fassadenantennen.